Bundeswehr
Nach 70 Jahren endete die Garnisonsgeschichte in Wesendorf
Nachdem das Bundesministerium der Verteidigung im November 2004 entschieden hatte, im Rahmen der Umstrukturierung der deutschen Streitkräfte mehr als 100 Standorte bundesweit zu schließen, kam auch für den Standort Wesendorf das Aus. Diese Entscheidung traf nicht nur die in der Hammerstein-Kaserne dienenden Soldaten und zivilen Mitarbeiter wie ein Hammer, sondern auch die Menschen in der Region. Waren doch die Soldaten durch Patenschaften in Wahrenholz, Ummern, Knesebeck, Müden/Aller, Winsen /Aller, Groß Oesingen und als Bataillon in Wolfsburg fest verankert. Sie waren in das gesellschaftliche Leben eingebunden und genossen hohe Anerkennung.
Für das Panzergrenadierbataillon 332 folgte unter Führung des Kommandeurs Oberstleutnant Thomas Fischer von Januar bis August 2005 noch ein Einsatz in Afghanistan. Dabei verloren zwei Soldaten bei einem Munitionsunfall ihr Leben. Alle anderen Soldaten kehrten gesund in den Standort zurück. Mit militärischen Ehren wurde am 7. August 2005 das Kommando über das Panzergrenadierbataillon 332 von Oberstleutnant Thomas Fischer an Oberstleutnant Andre Bodemann übergeben. Damit übernahm Bodemann eines der ältesten Bataillone der Bundeswehr, dass am 30. Juni 2006 für alle Zeiten die Dienstbücher schloss.
Trotz der ministeriellen Entscheidung führte das Bataillon den Ausbildungsauftrag bis zum 31. Dezember 2005 fort. Am 1. September 05 gab es ein letztes Heidjerbiwak in den Parkanlagen des Offizierheimes. Zum 1. Oktober 05 wurden noch einmal 140 Rekruten in der 3. Kompanie eingezogen und absolvierten ihre Allgemeine Grundausbildung in Wesendorf. Sie legten mit weiteren 400 Rekruten der Panzergrenadierbrigade 1 zum letzten Mal in der Patengemeinde der "Dritten" in Knesebeck, am 17. November 2005, ihr Feierliches Gelöbnis ab. 100 dieser jungen Soldaten verließen zum 1. Januar 2006 den Standort und wechselten in andere Einheiten der Brigade. 40 Soldaten blieben als Stammsoldaten in Wesendorf und beteiligen sich an der Auflösung des Bataillons. Am 3. November 05 folgte ein Garnisonsdämmerschoppen im Kulturzentrum Wesendorf. Bis auf die erste Kompanie haben die anderen Kompanien ihre Außerdienststellung nacheinander vollzogen, die bisher bestehenden Patenschaften zu den Gemeinden wurden in feierlichen Formen aufgelöst. Am 27. April 2006 wurde in feierlichem Rahmen die Patenschaft zwischen dem Panzergrenadierbataillon 332 und der Stadt Wolfsburg offiziell beendet. Hierzu gab es im Wolfsburger Schloss einen Appell sowie eine Serenade durch das Heeresmusikkorps 1 aus Hannover. Bis zur Außerdienststellung hatte das Panzergrenadierbataillon 332 das gesamte Gerät wie die Schützenpanzer Marder, Waffen und anderes Gerät abgesteuert. Dieser Prozess lief fließend. Der Außerdienststellungsappell des Panzergrenadierbataillons 332 fand am 4. Mai 2006 statt. Die Offizierheimgesellschaft hat sich zum 31. Dezember 2005 aufgelöst. Die Unteroffizierheimgesellschaft hielt bis zum 30. Juni 2006 den Betrieb aufrecht. Am 30. Juni 2006 wurde der militärische Betrieb in der Hammerstein-Kaserne für immer eingestellt sein. Bis zu diesem Zeitpunkt haben alle Soldaten den Standort verlassen und sind in andere Einheiten gewechselt, so der letzte Truppenkommandeur des Panzergrenadierbataillons 332, Oberstleutnant Andre Bodemann, der bis zu diesem Zeitpunkt den Standort ebenfalls verlassen hatte.
Oberstleutnant Andre Bodemann geht als letzter Truppenkommandeur des Panzergrenadierbataillons 332 in die Geschichte des Standortes ein. Er sorgte für einen Abzug in Würde und hat als Soldat die Hammerstein-Kaserne am 30. Juni 2006 verlassen.
Die Dienststelle "Verteidigungsbezirkskommando 23- Feldwebel für Reservisten" - wechselte bis zum 30. Juni 2006 auf den Truppenübungsplatz nach Ehra-Lessien und wird von dort aus die Freiwillige Reservistenarbeit betreiben. Auch die Geschäftsstelle des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.- Kreisgruppe Südheide- wurde nach Ehra-Lessien verlegt um von dort aus die Betreuung der Reservisten vorzunehmen.
Den Abschluss aller Maßnahmen bildete bis zum 31. Dezember 2006 die Standortverwaltung (StOV) Wesendorf unter ihrem Leiter Rolf Hohner. Die StOV wurde zum 31. Dezember 2006 aufgelöst. Beamte, Angestellte und Arbeitnehmer wechselten im Laufe des Jahres 2006 entweder in andere Dienststellen nach Bergen, Celle, Fassberg, Hannover oder Munster oder gingen in den wohlverdienten Ruhestand. Bis zum 30. Juni 2005 zählte die StOV noch 360 Mitarbeiter. Rund 30 Mitarbeiter haben im Übergang am 31. Dezember 2006 die Absteuerung sämtlichen Liegenschaftsgerätes vorgenommen. Hierzu gehörte nicht nur der Gebäudebestand mit seinem Liegenschaftsgerät, sondern auch die Standortschießanlage, der Standortübungsplatz und andere gebundene Verantwortungsbereiche. Rolf Hohner hat für den Bereich der StOV die Tore der Hammerstein-Kaserne für immer geschlossen. Er kehrte nach 10 Jahren Fremdeinsatz wieder in den Standort Rotenburg /Wümme zurück.
Rolf Hohner war der letzte Leiter der Standortverwaltung Wesendorf. Er hat die Kasernentore der Hammerstein-Kaserne zum 31. Dezember 2006 für immer geschlossen.
Was im Jahre 1936 mit dem Aufbau des Fliegerhorstes Wesendorf begann, über die Kriegsjahre 1939 bis 1945 hoch frequentiert wurde, nach dem Zweiten Weltkrieg durch amerikanische und britische Soldaten fortgeschrieben und seit 1956 durch die Bundeswehr auf- und ausgebaut wurde, endete nach 70-jähriger militärischer Nutzung zum 31. Dezember 2006 für immer.
Die Gemeinde Wesendorf hat die Geschichte ihrer Garnison im Rathaus verewigen. Mit Bildern, Texten, Wappen und vielem anderen mehr, wurde im oberen Foyer des Rathauses die 70-jährige Garnisonsgeschichte dokumentiert und an die Soldaten und zivilen Mitarbeiter erinnert.
Nachdem das Bundesministerium der Verteidigung im November 2004 entschieden hatte, im Rahmen der Umstrukturierung der deutschen Streitkräfte mehr als 100 Standorte bundesweit zu schließen, kam auch für den Standort Wesendorf das Aus. Diese Entscheidung traf nicht nur die in der Hammerstein-Kaserne dienenden Soldaten und zivilen Mitarbeiter wie ein Hammer, sondern auch die Menschen in der Region. Waren doch die Soldaten durch Patenschaften in Wahrenholz, Ummern, Knesebeck, Müden/Aller, Winsen /Aller, Groß Oesingen und als Bataillon in Wolfsburg fest verankert. Sie waren in das gesellschaftliche Leben eingebunden und genossen hohe Anerkennung.
Für das Panzergrenadierbataillon 332 folgte unter Führung des Kommandeurs Oberstleutnant Thomas Fischer von Januar bis August 2005 noch ein Einsatz in Afghanistan. Dabei verloren zwei Soldaten bei einem Munitionsunfall ihr Leben. Alle anderen Soldaten kehrten gesund in den Standort zurück. Mit militärischen Ehren wurde am 7. August 2005 das Kommando über das Panzergrenadierbataillon 332 von Oberstleutnant Thomas Fischer an Oberstleutnant Andre Bodemann übergeben. Damit übernahm Bodemann eines der ältesten Bataillone der Bundeswehr, dass am 30. Juni 2006 für alle Zeiten die Dienstbücher schloss.
Trotz der ministeriellen Entscheidung führte das Bataillon den Ausbildungsauftrag bis zum 31. Dezember 2005 fort. Am 1. September 05 gab es ein letztes Heidjerbiwak in den Parkanlagen des Offizierheimes. Zum 1. Oktober 05 wurden noch einmal 140 Rekruten in der 3. Kompanie eingezogen und absolvierten ihre Allgemeine Grundausbildung in Wesendorf. Sie legten mit weiteren 400 Rekruten der Panzergrenadierbrigade 1 zum letzten Mal in der Patengemeinde der "Dritten" in Knesebeck, am 17. November 2005, ihr Feierliches Gelöbnis ab. 100 dieser jungen Soldaten verließen zum 1. Januar 2006 den Standort und wechselten in andere Einheiten der Brigade. 40 Soldaten blieben als Stammsoldaten in Wesendorf und beteiligen sich an der Auflösung des Bataillons. Am 3. November 05 folgte ein Garnisonsdämmerschoppen im Kulturzentrum Wesendorf. Bis auf die erste Kompanie haben die anderen Kompanien ihre Außerdienststellung nacheinander vollzogen, die bisher bestehenden Patenschaften zu den Gemeinden wurden in feierlichen Formen aufgelöst. Am 27. April 2006 wurde in feierlichem Rahmen die Patenschaft zwischen dem Panzergrenadierbataillon 332 und der Stadt Wolfsburg offiziell beendet. Hierzu gab es im Wolfsburger Schloss einen Appell sowie eine Serenade durch das Heeresmusikkorps 1 aus Hannover. Bis zur Außerdienststellung hatte das Panzergrenadierbataillon 332 das gesamte Gerät wie die Schützenpanzer Marder, Waffen und anderes Gerät abgesteuert. Dieser Prozess lief fließend. Der Außerdienststellungsappell des Panzergrenadierbataillons 332 fand am 4. Mai 2006 statt. Die Offizierheimgesellschaft hat sich zum 31. Dezember 2005 aufgelöst. Die Unteroffizierheimgesellschaft hielt bis zum 30. Juni 2006 den Betrieb aufrecht. Am 30. Juni 2006 wurde der militärische Betrieb in der Hammerstein-Kaserne für immer eingestellt sein. Bis zu diesem Zeitpunkt haben alle Soldaten den Standort verlassen und sind in andere Einheiten gewechselt, so der letzte Truppenkommandeur des Panzergrenadierbataillons 332, Oberstleutnant Andre Bodemann, der bis zu diesem Zeitpunkt den Standort ebenfalls verlassen hatte.
Oberstleutnant Andre Bodemann geht als letzter Truppenkommandeur des Panzergrenadierbataillons 332 in die Geschichte des Standortes ein. Er sorgte für einen Abzug in Würde und hat als Soldat die Hammerstein-Kaserne am 30. Juni 2006 verlassen.
Die Dienststelle "Verteidigungsbezirkskommando 23- Feldwebel für Reservisten" - wechselte bis zum 30. Juni 2006 auf den Truppenübungsplatz nach Ehra-Lessien und wird von dort aus die Freiwillige Reservistenarbeit betreiben. Auch die Geschäftsstelle des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.- Kreisgruppe Südheide- wurde nach Ehra-Lessien verlegt um von dort aus die Betreuung der Reservisten vorzunehmen.
Den Abschluss aller Maßnahmen bildete bis zum 31. Dezember 2006 die Standortverwaltung (StOV) Wesendorf unter ihrem Leiter Rolf Hohner. Die StOV wurde zum 31. Dezember 2006 aufgelöst. Beamte, Angestellte und Arbeitnehmer wechselten im Laufe des Jahres 2006 entweder in andere Dienststellen nach Bergen, Celle, Fassberg, Hannover oder Munster oder gingen in den wohlverdienten Ruhestand. Bis zum 30. Juni 2005 zählte die StOV noch 360 Mitarbeiter. Rund 30 Mitarbeiter haben im Übergang am 31. Dezember 2006 die Absteuerung sämtlichen Liegenschaftsgerätes vorgenommen. Hierzu gehörte nicht nur der Gebäudebestand mit seinem Liegenschaftsgerät, sondern auch die Standortschießanlage, der Standortübungsplatz und andere gebundene Verantwortungsbereiche. Rolf Hohner hat für den Bereich der StOV die Tore der Hammerstein-Kaserne für immer geschlossen. Er kehrte nach 10 Jahren Fremdeinsatz wieder in den Standort Rotenburg /Wümme zurück.
Rolf Hohner war der letzte Leiter der Standortverwaltung Wesendorf. Er hat die Kasernentore der Hammerstein-Kaserne zum 31. Dezember 2006 für immer geschlossen.
Was im Jahre 1936 mit dem Aufbau des Fliegerhorstes Wesendorf begann, über die Kriegsjahre 1939 bis 1945 hoch frequentiert wurde, nach dem Zweiten Weltkrieg durch amerikanische und britische Soldaten fortgeschrieben und seit 1956 durch die Bundeswehr auf- und ausgebaut wurde, endete nach 70-jähriger militärischer Nutzung zum 31. Dezember 2006 für immer.
Die Gemeinde Wesendorf hat die Geschichte ihrer Garnison im Rathaus verewigen. Mit Bildern, Texten, Wappen und vielem anderen mehr, wurde im oberen Foyer des Rathauses die 70-jährige Garnisonsgeschichte dokumentiert und an die Soldaten und zivilen Mitarbeiter erinnert.







