Rede zum Neujahrsempfang 2019


„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.“ Mit diesem aufbauenden Wort des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry möchte ich Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, herzlich auf dem Neujahrsempfang der Samtgemeinde Wesendorf begrüßen.

Unter uns sind heute einige Personen, die ich ganz besonders benenne und da bitte ich darum, den Applaus erst zum Ende der Aufzählung zu geben:
Unter uns sind:
Landrat Dr. Andreas Ebel und
der Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann,
unsere ehemalige Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann,
Ehrensamtgemeindebürgermeister Horst Germer und Ehrensamtgemeindedirektor Waldemar Butz sowie das Ehrensamtgemeinderatsmitglied Manfred Driesner.
Außerdem ist bei uns mein direkter Amtsvorgänger Samtgemeindebürgermeister a.D. Walter Penshorn
und eine Vielzahl von Gästen aus dem sozialen und kulturellem Leben der Samtgemeinde, die u.a. das Ehrenamt hoch halten, wie Feuerwehr, Partnerschaftskreis der Samtgemeinde, aber auch in der Kinderbetreuung und in unseren Schulen und vielen Institutionen und Einrichtungen, die uns als Samtgemeinde lebens- und liebenswert machen,
und natürlich freue ich mich, die Sternsinger, den FW-Musikzug Betzhorn, den Spielmannszug Schönewörde, die Grandma`s Boys und viele Mitglieder des Samtgemeinderates sowie die Mannschaft des Rathauses der Samtgemeinde, die heute für Technik und Theke zuständig ist, begrüßen zu dürfen.
Aber ein ganz besonders herzliches Willkommen auch unserem Gastredner, Prof. Dr. Martin Korte von der Universität Braunschweig, der uns heute ein spannendes Thema aus seinem Forschungsgebiet, nahe bringen wird und auf dessen Beitrag ich mich schon sehr freue.
Nun dürfen Sie applaudieren.
Unter uns - und eben bereits begrüßt - ist Ehrensamtgemeindedirektor Waldemar Butz. Herr Butz war 42 Jahre ehrenamtlicher Vorsitzender des Kulturvereins der Samtgemeinde Wesendorf und er hat vor Kurzem den Vorsitz des Kulturvereins in jüngere Hände gegeben. Ich denke, es ist ein würdiger Rahmen, wenn ich mich und wir alle uns heute bei ihm für 42 Jahre Ehrenamt bedanken.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
ein Jahreswechsel bedeutet natürlich keine Zäsur. Aber er lädt doch dazu ein, noch einmal zurück- und schon vorauszublicken und sich zu vergewissern, wo man steht und wohin man gehen will. Das gilt für die einzelnen Menschen wie für uns als Samtgemeinde.
Deshalb freue ich mich, meine Damen und Herren, dass wir zu Beginn des neuen Jahres den bewährten Neujahrsempfang der Samtgemeinde auch zum Dialog miteinander nutzen können und in diesem Jahr sogar noch mit Ihnen - mit vielen neuen Gästen - diese Veranstaltung, ausweiten konnten. Denn dieser Neujahrsempfang richtet sich an Sie alle, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet sehen und in vielerlei Aktivitäten, wie z.B. der Übernahme eines Ehrenamtes dieses Gemeinwohl unterstützen oder die sie Interesse an der Arbeit ihrer Samtgemeinde haben.
Die Vertreter aus Rat und Samtgemeindeverwaltung freuen sich, Ihnen im Anschluss „Rede und Antwort“ zu den Sie bewegenden Themen des kommenden Jahres zu stehen.
Gerade in einer Kommune ist es von großer Bedeutung, in ständigem Dialog zu stehen und gemeinsam die Ziele zu erreichen, sowohl Politik gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern als auch die Verwaltung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und der Politik. Und eins weiß ich da ganz sicher. Ohne die vielen von Ihnen, die sich im Ehrenamt engagieren, geht gar nichts. Wir brauchen Sie, um die Samtgemeinde weiter zu entwickeln, um große Projekte durchziehen und große Aufgaben bewältigen zu können.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
auch das letzte Jahr hat gezeigt, immer mehr Menschen entdecken die Vorteile unserer Region, denn in allen unseren Mitgliedsgemeinden werden die Bauplätze den Anbietern u.a. auch wegen der noch relativ moderaten Preise für Bauland regelrecht aus den Fingern gerissen. Wir leben in einer ländlichen Idylle mit kurzen Wegen in die Städte: Gifhorn, Wolfsburg, Braunschweig und Celle, aber auch die Städte im Norden sind nicht weit entfernt; z.T. sogar mit der Bahn in angemessener Zeit erreichbar. Mit der hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft liegenden Realisierung der Autobahn A39 werden viele dieser Wege noch einfacher werden. Genau dieses sich aus unserer besonderen Lage entwickelnde Potential (ländlich aber dennoch verkehrstechnisch gut erschlossen) wird von vielen Menschen bereits heute erkannt und geschätzt.
Unserer Samtgemeinde und allen unseren 6 Mitgliedsgemeinden geht es gut, gerade auch in finanzieller Hinsicht. Das ist einer überdurchschnittlich steigenden Steuerkraft zu verdanken.

Schaubild gestiegene Steuerkraft: (www.facebook.com/SamtgemeindeWesendorf/photos/pcb.2259747654310512/2259747190977225/?type=3&theater)

Aber es gehört auch die ausgeprägte Fähigkeit aller Kräfte dazu, Zuschussquellen zu erschließen, z.B. für die Dorferneuerung Wahrenholz mit der neuen Dorfmitte, das Konjunkturpaket I für neue Fenster in der Grundschule Wahrenholz und das Konjunkturpaket II für eine Mensa an der Grundschule Gr. Oesingen, Krippenfördermittel für Wesendorf und Gr. Oesingen, Leader Förderung für den Callanetics-Park Ummern oder das Mühlenrad Wahrenholz und sogar hohe Zuschüsse der EU für den Partnerschaftskreis der Samtgemeinde, mit dem wir Kontakte nach Frankreich, Polen, Litauen und Ungarn pflegen und die europäische Kultur und Geschichte nahe bringen.
Die Samtgemeinde und ihre Mitgliedsgemeinden haben Mut zu investieren, z.B. in die Ausstattung unserer Feuerwehren mit Material, Fahrzeugen und auch der Erweiterung unserer Feuerwehrhäuser.

Schaubnild Investitionen: (www.facebook.com/SamtgemeindeWesendorf/photos/pcb.2259747654310512/2259747217643889/?type=3&theater)

Dieses hohe Investitionsniveau ist aber auch nur zu halten, weil die Samtgemeinde und ihre 6 Mitgliedsgemeinden anständig wirtschaften und planen. Dieses Wirtschaften mit Augenmaß ist auch ein Grund, weshalb der Samtgemeindehaushalt sich in den letzten Jahren trotz hoher Investitionen u.a. in den Ausbau der Kitaplätze kontinuierlich positiv entwickelt hat, Schulden abgebaut und sogar Rücklagen aufgebaut werden konnten.

Schaubild Schulen, Schaubild Rücklagen, Schaubild Rücklagen Mitgliedsgemeinden:

(www.facebook.com/SamtgemeindeWesendorf/photos/pcb.2259747654310512/2259747244310553/?type=3&theater)

(www.facebook.com/SamtgemeindeWesendorf/photos/pcb.2259747654310512/2259747274310550/?type=3&theater)

(www.facebook.com/SamtgemeindeWesendorf/photos/pcb.2259747654310512/2259747340977210/?type=3&theater)

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
es ist immer wieder ein Spagat zwischen Sparen und Investieren. Jede Investition muss abgewogen werden, denn es darf in der Samtgemeinde kein Stillstand entstehen. Die Kommunen müssen sich ständig weiterentwickeln, weil wir in Konkurrenz zu unserem Umfeld stehen. Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Ideen, über die sich trefflich diskutieren lässt. Das ist die Aufgabe der Politik, unterstützt und umgesetzt von der Verwaltung. So werden wir auch die im kommenden Haushaltsjahr anstehenden Investitionen meistern, bis hin zur Ausweitung des Ganztagsangebotes, bzw. der Nachmittagsbetreuung in unseren Grundschulen. Der erste Schritt dazu ist der Bau der Mensa in Gr. Oesingen.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, unser Ziel ist es, die Samtgemeinde immer wieder ein klein bisschen besser und lebenswerter zu machen.

Meine Damen und Herren,
wie den gezeigten Schaubildern zu entnehmen ist, sind die letzten Jahre von einem steten Aufschwung gekennzeichnet. Dennoch treibt uns alle die Sorge um, ob es mit dieser guten wirtschaftlichen Entwicklung so weiter geht? Ein geflügelter Spruch lautet: „Wenn VW hustet, hat unsere Region die Grippe.“
(jetzt Schaubild wegnehmen)
Da ist zum einen der schon seit 2015 thematisierte VW Dieselskandal und die Diskussion um CO2-Werte und Stickoxydemmissionen. Viele sehen in der Elektromobilität eine Zukunft des Individualverkehrs. Das aber wird eine erhebliche Umstrukturierung unserer Arbeitsplätze in der Region mit sich bringen, denn ein Dieselmotor beispielsweise hat ungefähr 2200 Teile. Ein Elektromotor nur 150. Alleine das wird unsere Zulieferindustrie vor große Herausforderungen stellen und Arbeitsplätze im Bereich der Motorentechnik verändern.
Und das teuerste Teil eines jeden Elektroautos wird nicht in Deutschland hergestellt. Die Batterietechnik wird aus dem Ausland bezogen. Und das bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Wertschöpfung beim Bau eines Autos nicht mehr in unserer Region stattfindet. Und auch die z.T. umweltzerstörenden Bedingungen, mit denen die Rohstoffe Kobald und Lithium für die derzeitige Batterietechnik auf unserer Erde abgebaut werden, beißen sich mit dem Schlagwort “saubere Verkehrstechnik”.
Ich bin selbst schon ein Eletroauto gefahren. Es fährt sich prima, aber die Produktion von Elektromobilen ist äußerst CO2-intensiv. Allein die Herstellung des Akkus setzt bei Mittelklassefahrzeugen um die 17 Tonnen CO2 in die Luft. Dafür muss ein Diesel oder ein Benziner erst einmal weit über 100.000 km fahren, um auf diese Menge CO2 zu kommen. Und auch das ist nur ein Teil der Wahrheit, denn beim heutigen Strommix mit rund 55 Prozent aus fossilen Energieträgern tankt das E-Auto überwiegend Kohle. Dann können es sogar weit über 300 000 Kilometer sein, die der Verbrenner klimafreundlicher ist als der reine Elektroantrieb. Ein Elektroantrieb macht aus umweltpolitischer Sicht nur dann Sinn, wenn wir ausschließlich regenerative Quellen für die Stromerzeugung nutzen. Aber dafür sind derzeit weder genügend regenerative Energiequellen, weder genügend Stromnetze noch die Speichermöglichkeiten für den Überschussstrom der derzeit bereits in Betrieb befindlichen Windräder und Solaranlagen vorhanden.

Meine Damen und Herren,
in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts fand die Umstrukturierung des Ruhrgebietes - weg von einem Zechenstandort hin zu einer Dienstleistungsregion - statt. Dieser Umbau des Ruhrgebietes hat mindestens 2 oder sogar 3 Jahrzehnte benötigt und war sicherlich richtig. Viele "Kumpel", die damals unter Tage gearbeitet hatten, wurden arbeitslos; mancher hat beruflich nach der Schließung seiner Zeche nicht wieder Fuß gefasst. Und vom Verschuldungsgrad sieht manche Stadt im Ruhrgebiet - verglichen mit der Region Wolfsburg - heute desolat aus. Ein solch schmerzhafter "Anpassungsprozess" für die Region Wolfsburg als Automobilstandort inkl. Zulieferindustrie wird hoffentlich nicht vonnöten sein. Ich hoffe, es bleibt trotz Umstrukturierungen dabei, dass die Region Wolfsburg den weltweit größten Automobilkonzern beheimatet. Ich frage mich aber auch, was aus der Exportstärke der deutschen Automobilindustrie wird, denn nach Afrika und viele andere Regionen dieser Erde wird man Elektroautos nicht verkaufen können. In weiten Teilen der Welt kocht man das Essen sogar noch mit Holz, anstatt mit Strom. Und wie bereits ausgeführt: Mit Strom zu fahren ist heutzutage noch nicht Co2-neutral, vor allem nicht außerhalb Deutschlands.

Meine Damen und Herren,
wir stehen heute gut da. Doch ob alle unsere Anstrengungen erfolgreich sind, das hängt auch von Faktoren ab, auf die wir keinen Einfluss haben. In unserer globalisierten Welt wirkt sich die wirtschaftliche und politische Großwetterlage auf jede Kommune und jedes Unternehmen aus, z.B. wenn Amerika seine Drohungen wahr macht und z.B. die Einfuhr deutscher Autos erschweren sollte. Wir leben in einer Zeit vieler Krisen und vieler Umbrüche. Das, worauf wir lange gebaut haben, eine stabile EU, die transatlantische Partnerschaft, die nach dem Zweiten Weltkrieg gezimmerte Welthandelsordnung, ist brüchig geworden; alte Verlässlichkeiten schwinden.
Diese Entwicklung hat nicht erst mit dem Amtsantritt von Donald Trump eingesetzt. Aber mit seiner Präsidentschaft hat sie eine neue Dimension bekommen. In rascher Folge hat Trump ein Abkommen nach dem anderen gekündigt, von Handelsvereinbarungen über das Klimaabkommen bis zum Atomvertrag mit dem Iran. Zudem hat Trump im letzten Jahr Handelsstreitigkeiten mit der EU, wobei er Deutschland noch besonders im Visier hat, sowie mit China und der wirtschaftlich angeschlagenen Türkei vom Zaum gebrochen.
Auch die EU, mit der wir politisch und wirtschaftlich so eng verflochten sind, steht nicht gut da. In wenigen Wochen wird Großbritannien aus der Gemeinschaft austreten – mit derzeit nicht absehbaren Folgen. Wie werden sich die Handelsbeziehungen zu bislang wichtigen Partnern entwickeln, wohin steuert der internationale Handel?
Und dann ist da noch die 0-Zins-Politik der EZB, die dazu führt, dass sich mancher private Bauherr, aber auch viele Staaten höher verschulden, als es gesund wäre und derjenige der spart, mit Negativzinsen oder zumindest der Inflationsrate bestraft wird. Geld wird auf dem Kapitalmarkt heutzutage zu einem Zins angeboten, der das Kreditrisiko nicht mehr abbildet.
Es gäbe noch viele Themen, die man an dieser Stelle ansprechen könnte; von der Glaubwürdigkeitskrise, in der einige Menschen die Medien sehen (Stichwort: Relotius und der Spiegel), dem Fachkräftemangel bis hin zu linkem, rechtem und islamistischem Terror.
Die Zukunft hat viele Fragezeichen, meine Damen und Herren. Und diese Umbrüche und rapiden Veränderungen, die wir zur Zeit erleben, bringen immer neue, bringen kaum vorhersehbare Herausforderungen mit sich.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
man spricht von einer disruptiven Technologie, wenn eine neue Innovation ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung voll und ganz verdrängt. Und viele dieser neuen disruptiven Geschäftsmodelle basieren auf dem Internet. So z.B. verdrängt Amazon den Einzelhandel in unseren Städten, die Musik- und Filmstreamingdienste haben die CD verdrängt. Wikipedia verdrängt den Brockhaus. Das Internet verdrängt das auf Papier gedruckte Wort.
Wie können wir darauf reagieren? Ich bin der Meinung: Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen und mit Fleiß, innovativ und kreativ mit Mut und Tatkraft neuen Grund für eine gute künftige Entwicklung legen und uns den neuen Bedingungen anpassen. Das gilt für die EU, das gilt für unser Land und das gilt für unsere Samtgemeinde.
Und das tun wir auch, indem die Kommunen im Landkreis unter der Führung des Landkreises das „schnelle Internet“, die Breitbandversorgung 2019 auf dem Lande vorantreiben.
Der Landkreis steht in den Startlöchern hat mir Landrat Dr. Andreas Ebel gesagt, um 2019 mit einer Ringleitung das schnelle Internet auf unsere bislang unterversorgten Dörfer zu bringen. Denn eine schnelle Datenübertragung ist heute das A und O des Wirtschaftslebens.
Aber auch die Bürgerinnen und Bürger erwarten einen problemlosen Zugang zum World Wide Web. Denn gerade für uns im ländlichen Raum kann eine gute Internetanbindung noch bestehende Nachteile ausgleichen und unsere Samtgemeinde insgesamt attraktiver machen. Und vielleicht tüftelt gerade der ein oder andere unserer Kinder und Enkel, so wie damals Bill Gates oder Steve Jobs, an einer neuen, möglicherweise auf dem Internet basierenden disruptiven Erfindung, die unsere Welt und unsere Gesellschaft hoffentlich bereichern wird.
Meine Damen und Herren,
das Internet und die Digitalisierung gewinnen einen immer höheren Stellenwert – für die Unternehmen beziehungsweise die Arbeitswelt, und auch für die Samtgemeinde. Hier müssen wir alle mithalten, um konkurrenzfähig zu bleiben und um die neuesten Techniken bestmöglich nutzen zu können. Aber, meine Damen und Herren, mir liegt auch viel daran, die Bürgerinnen und Bürger beim Prozess der Digitalisierung mitzunehmen und Umstrukturierungen einvernehmlich zu planen. Denn vielfach geht Digitalisierung und die Erreichbarkeit im Internet rund um die Uhr mit einem Abbau des Vor- Ort-Angebotes an Filialen und Zweigstellen wie z.B. im Banken- und Sparkassensektor einher.

Meine Damen und Herren,
gute Arbeitsplätze im Umfeld und eine florierende Wirtschaft und gute Verkehrsinfrastruktur machen, wie gesagt, die Stärke unserer Samtgemeinde aus. Aber zu den Qualitäten einer Kommune gehören auch gute Kitas und Schulen, gehören ausreichende und bezahlbare Wohnungen für Singles, Familien und Senioren sowie ansprechende Freizeitangebote. Deshalb gehört es nach wie vor zu unseren vordringlichsten Aufgaben, gemeinsam mit allen unseren 6 Mitgliedsgemeinden in Kinderbetreuung und Schulen, in die Bereitstellung von Grundstücken und Wohnangeboten, die auch den Bedürfnissen der älteren Generation gerecht werden und in Kultur und Sport zu investieren.
Und angesichts des immer spürbareren Klimawandels – auch wir haben 2018 ja den Jahrhundertsommer zum Teil genossen, andere, z.T. die Landwirte würden sagen, Sie waren betroffen; angesichts dessen gewinnt es immer mehr an Bedeutung, mehr für erneuerbare Energien und nachhaltiges Wirtschaften, mehr für Umweltschutz u.a. auch zur Vermeidung von Wetterschäden, zu tun.
Wir alle profitieren von einer Samtgemeinde in der es sich gut arbeiten und lernen, gut wohnen, gut Freizeit genießen und alt werden lässt und es zumindest den Grundbedarf eines jeden Haushalts vor Ort einzukaufen gibt. Dafür arbeiten wir – und damit können wir punkten.
Meine Damen und Herren, wir können mit Zuversicht nach vorn blicken. Mit Ihrer Bereitschaft, zusammenzuarbeiten und den Grund für eine gute Zukunft zu legen, haben wir eine gute Basis für das neue Jahr. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen.

(Letztes Schaubild mit den Wünschen für 2019)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
mit den Worten von Wilhelm Busch wünsche ich uns allen für das kommende Jahr nur das Beste:

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832-1908)

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

Hier finden Sie ein Video von Prof. Dr. Korte zu seinem Vortrag:

https://youtu.be/Qi6_bKYYN4o